Gargi
28.12.2007, 15:01
Die Crux ist ja mittlerweile denke ich bekannt. Natürlich kann man DVDs unter Linux ansehen, nur begibt man sich dank des neuen Urheberrechts auf dünnes Eis. Die Rede ist von dem css, das die Daten auf der DVD verschlüsselt. Die Schlüssel sind in lizenzierter Software unter Windows ja vorhanden. Die Open Source Welt hatte da das Nachsehen und musste bisher immer auf eine Library zurückgreifen, die eben in der Lage ist zu entschlüsseln. Noch heute ist umstritten, ob man damit einen so genannten "wirksamen" Kopierschutz umgeht.
Wer sich allerdings um sowas keinen Kopf machen möchte, für den gibt es ja einen Linuxableger des intervideo WinDVD. Logisch, der heißt für Linux LinDVD. Allerdings ist das OEM Software und man kriegt von intervideo da kaum Support. Und sie ist kostenpflichtig, hat aber dafür die Möglichkeit, legal die DVDs zu entschlüsseln und wieder zu geben.
Für derzeit 39,00 Euro (keine Ahnung ob sich der Preis in Zukunft bewegen wird) kann man hier eine CD mit LinDVD bestellen: www.pseudonym.org - News (http://www.pseudonym.org)
Unter Debian Linux entpackt man dann das auf der DVD enthaltene tar.gz Paket und kopiert das Verzeichnis "lindvd" mit all seinen Dateien als root am besten in das /opt Verzeichnis. Dann legt einen Link an:
ln -s /opt/lindvd/lindvd /usr/bin/lindvd
Damit das auch als vollwertige Version funktioniert muss noch die Datei libivigraf.so in das /usr/lib Verzeichnis kopiert werden. That's all.
Startet nun als User das Programm an der Konsole mit
lindvd
oder legt Euch im KDE / Gnome einen entsprechenden Startbefehl ins Menü.
Euch begrüßt dann erstmal ein Lizenzagreement:
http://www.gargi.org/stuff/debbi/lindvd.png
Danach seht Ihr das Programm, wie Ihr es vielleicht in etwas älterer Version unter Windows gewohnt seid:
http://www.gargi.org/stuff/debbi/lindvd1.png
Wenn Ihr nun eine DVD einlegt, dann wird der Hinweis erscheinen, dass das DVD Rom auf den RC der DVD gestellt wird. Danach geht der Film los:
http://www.gargi.org/stuff/debbi/lindvd2.png
Thema Regionalcode: LinDVD erzählt beim Start, dass hier der RC im Laufwerk gesetzt wird. Nach Überprüfung unter Windows ist es zumindest bei mir nicht der Fall, dass hier wirksam in die Firmware geschrieben wurde. Das kann durchaus auch ein positiver Effekt eines Fehlers sein, somit garantiere ich nicht, dass das überall der Fall ist. Um den Regionalcode zu wechseln genügt bei mir zumindest einfach das versteckte Verzeichnis .lindvd aus dem Heimatverzeichnis des Users wieder zu löschen. Das löst wieder eine Abfrage der Lizenzbestimmung aus und es wird angeblich wieder der neue Reginalcode im Laufwerk gesetzt. Ich gehe auch mal davon aus, dass das Programm nicht in die Firmware schreiben kann, solange das Programm als normaler User ausgeführt wird. Aber wie schon gesagt... OHNE GEWÄHR !
Ansonsten läuft LinDVD recht gut und performant. 5.1 Funktion kann ich wegen eines Bugs meines Audiotreibers nicht ausprobieren. Ebenso ist es leider so, dass bei mehreren DVD Laufwerken im System wohl nur eines verwendet werden kann. Allerdings habe ich mich hier noch nicht wirklich eingehend damit beschäftigt.
Ansonsten: Viel Spaß beim DVD Schauen.
cu
Gargi
Wer sich allerdings um sowas keinen Kopf machen möchte, für den gibt es ja einen Linuxableger des intervideo WinDVD. Logisch, der heißt für Linux LinDVD. Allerdings ist das OEM Software und man kriegt von intervideo da kaum Support. Und sie ist kostenpflichtig, hat aber dafür die Möglichkeit, legal die DVDs zu entschlüsseln und wieder zu geben.
Für derzeit 39,00 Euro (keine Ahnung ob sich der Preis in Zukunft bewegen wird) kann man hier eine CD mit LinDVD bestellen: www.pseudonym.org - News (http://www.pseudonym.org)
Unter Debian Linux entpackt man dann das auf der DVD enthaltene tar.gz Paket und kopiert das Verzeichnis "lindvd" mit all seinen Dateien als root am besten in das /opt Verzeichnis. Dann legt einen Link an:
ln -s /opt/lindvd/lindvd /usr/bin/lindvd
Damit das auch als vollwertige Version funktioniert muss noch die Datei libivigraf.so in das /usr/lib Verzeichnis kopiert werden. That's all.
Startet nun als User das Programm an der Konsole mit
lindvd
oder legt Euch im KDE / Gnome einen entsprechenden Startbefehl ins Menü.
Euch begrüßt dann erstmal ein Lizenzagreement:
http://www.gargi.org/stuff/debbi/lindvd.png
Danach seht Ihr das Programm, wie Ihr es vielleicht in etwas älterer Version unter Windows gewohnt seid:
http://www.gargi.org/stuff/debbi/lindvd1.png
Wenn Ihr nun eine DVD einlegt, dann wird der Hinweis erscheinen, dass das DVD Rom auf den RC der DVD gestellt wird. Danach geht der Film los:
http://www.gargi.org/stuff/debbi/lindvd2.png
Thema Regionalcode: LinDVD erzählt beim Start, dass hier der RC im Laufwerk gesetzt wird. Nach Überprüfung unter Windows ist es zumindest bei mir nicht der Fall, dass hier wirksam in die Firmware geschrieben wurde. Das kann durchaus auch ein positiver Effekt eines Fehlers sein, somit garantiere ich nicht, dass das überall der Fall ist. Um den Regionalcode zu wechseln genügt bei mir zumindest einfach das versteckte Verzeichnis .lindvd aus dem Heimatverzeichnis des Users wieder zu löschen. Das löst wieder eine Abfrage der Lizenzbestimmung aus und es wird angeblich wieder der neue Reginalcode im Laufwerk gesetzt. Ich gehe auch mal davon aus, dass das Programm nicht in die Firmware schreiben kann, solange das Programm als normaler User ausgeführt wird. Aber wie schon gesagt... OHNE GEWÄHR !
Ansonsten läuft LinDVD recht gut und performant. 5.1 Funktion kann ich wegen eines Bugs meines Audiotreibers nicht ausprobieren. Ebenso ist es leider so, dass bei mehreren DVD Laufwerken im System wohl nur eines verwendet werden kann. Allerdings habe ich mich hier noch nicht wirklich eingehend damit beschäftigt.
Ansonsten: Viel Spaß beim DVD Schauen.
cu
Gargi