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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : NTFS Dateisystem unter Linux clonen



Gargi
21.05.2010, 22:38
Festplattenplatz ist ja mittlerweile günstig und gibt es mit 1TB oder 2TB Platten in Hülle und Fülle. Von daher kann ich es jeden nur empfehlen, zu seinem Windows noch ein aktuelles Linux zu installieren, und wenn es nur zur Wartung seiner Windowsinstallation dient. Ob nun zum Quertesten auf Viren oder ein Backup zu erstellen, Sinn macht es allemale.

Eine Sicherung seiner Windowspartition ist zudem ein Kinderspiel, wenn man sich einwenig mit seinem Dateisystem auskennt. Ein Beispiel unter einem openSUSE 11.2 parallel zu einem Windows 7 installiert. Geht also erstmal her und werdet auf der Konsole unter Linux root:


su
(Passwort eingeben)

Dann wechselt in ein temporäres Verzeichnis mit ordentlich Platz. Denkt daran, dass so eine Sicherung mehrere Gigabyte an Platz verbrät.

Schaut Euch mittels df Eure Mounting Tabelle an:


df
Dateisystem 1K‐Blöcke Benutzt Verfügbar Ben% Eingehängt auf
/dev/sdc2 51605464 6409280 42574780 14% /
udev 2027420 452 2026968 1% /dev
/dev/sdc4 375436612 6072812 350292640 2% /home
/dev/sda1 61439996 42248192 19191804 69% /windows/C

Die gewünschte Partition zur Sicherung ist hier nun /windows/C , das über das Device /dev/sda1 gemountet ist. Das Ding wollen wir als Imagedatei speichern. Jetzt könnten wir die Platte mittels dd spiegeln und packen. Das macht allerdings wenig Sinn, da dd die Partition 1:1 spiegeln würde, aber von den 60 Gigabyte nur 40 Gigabyte belegt sind. Also sind wir hier auf die 40 Gig an Dateien scharf. Wir werden deswegen aus den ntfs Tools (die sollten von Haus aus installiert sein) den ntfsclone verwenden, der uns nur die Cluster sichert, die tatsächlich beschrieben sind, also vom Dateisystem auch auffindbar sind. Gelöschte Dateien fallen damit flach. Damit aber wir starten können muss die Partition ausgehängt werden:


umount /windows/C

Wir sichern nun die Partition weg. Allerdings packenwir den Datenstrom gleich in ein gzip.


ntfsclone --save-image -o - /dev/sda1 | gzip -c > backup.img.gz

Das kann jetzt auch nach Datengröße enstprechend dauern. (in meinen Fall um die 50 Minuten). Allerdings hatte ich dann eine Imagedatei mit 24GB, was schon eine ordentliche Kompressionsrate ist. Um später das Image wieder zurück zu sichern gebt dann folgendes ein:


gunzip -c backup.img.gz | ntfsclone --restore-image --overwrite /dev/sda1 -

Wenn Ihr auf die Kompression verzichten wollt, dann genügt folgender Befehl zum Sichern:


ntfsclone --save-image --output backup.img /dev/sda1

Rücksichern:


ntfsclone --restore-image --overwrite /dev/sda1 backup.img

Um ein Image unter Linux zu mounten um eventuell eine Datei heraus zu kopieren gebt folgenden Befehl ein (in das Verzeichnis mount_img soll gemountet werden):


mount -o loop /pfad_zum/Image/backup.img /mount_img

Jetzt gibt es keinen Grund mehr, keine Backups zu machen ;)

cu
Gargi

Quellen:
http://www.linux-ntfs.org
http://man.linux-ntfs.org