Gargi
20.03.2008, 20:51
Nachdem ich nun seit letzte Woche ein Vista Ultimate 64bit installiert habe (Anm.: Text ist etwas älter, viste habe ich letztes Jahr im Mai das erste Mal installiert...), frage ich mich natürlich auch einwenig, wieso mir Vista gerade als Linux-Verfechter Spaß macht. Wenn ich so manchen Beitrag hier von mir Revue passieren lasse, so ist Vista bei mir nicht wirklich gut weg gekommen und ich habe oft brüllend "die Sau durch das Dorf gejagt". Auch heute beschleicht mich in manchen Bereichen ein ungutes Gefühl - DRM, Palladium etc. sind hier Schlagworte, die mir als Opensource- Anhänger kalten Schauer über den Rücken jagen.
Als passionierter Computerspieler (hauptsächlich die verpönten "Killerspiele") konnte ich auch hier nie auf ein Windows verzichten, da zuweilen nicht alles unter Linux läuft. So leben Windows und Linux schon seit gut 10 Jahren bei mir auf meinen Rechner nebenher und ich war immer frei, das richtige OS für das gerade benötigte Programm auszuwählen.
Weil ich natürlich auch technikbegeistert bin und mich auch neuen Dingen nur schwer entziehen kann (es sei denn der Geldbeutel untersagt mir irgendwas), konnte ich auch hier nicht lange widerstehen. ICh entschloß mich dann alsbald zum Kauf einer Vista-Ausgabe. Da ich unter Linux auch bald auf die 64bit Plattform umgestiegen bin, musste es natürlich auch unter Vista die harte Tour sein:
Ultimate x64!
Vor ca. 2 Jahren stellte Microsoft eine 64bit Variante seines Windows XP Professional als Testversion zur Verfügung. Für eine kurze Zeit war dies zum Test nutzbar und hier konnte ich einmal in die 64bittige Windowswelt hineinschnuppern.
Wenn ich allerdings meine Erfahrungen von damals in Erinnerung rufe, dann muss ich feststellen, dass sich zu damals nicht viel getan hat. Deja vu!
Es gab damals die eine oder andere Hardware (Scanner, TV-Karte und meinen Palm) für die es keine 64bit Treiber gab. Die gibt es auch heute noch nicht für Vista64 und es bleibt auch anzuzweifeln, dass hier noch 64bit Support kommt. Ähnliches auch, was Software betrifft. Vornehmlich Opensource- Ware wurde schon durch den 64bit Kompiler gejagt, closed Source nicht. Hat der Hersteller auch heute kein Interesse an der 64bit Welt?
So bleibt es dem User auf jeden Fall, hier zu recherchieren. Entweder alte Software durch neue zu ersetzen, oder nach Updates zu forschen, die Vistakompatibilität wiederherstellen. Oftmals wird man auch auf alte gekaufte Software verzichten müssen wie z.B. mein altes MS Office 97. Hier erhalte ich allerdings über das OpenOffice 2.2 eine mindest genauso mächtige Software, wenn nicht sogar noch leistungsfähiger als mein ole Office 97. Alte DVD-Player Software funktioniert bei mir nicht, ebenso wenig wie ältere Nero-Versionen. Aber auch hier sollten Patches helfen.
Mein Linux- Pioniergeist ist nun auch unter Vista voll gefordert. Die Nächte werden für mich im Moment kürzer, weil ich über Suchmaschinen nach Problemlösungen suche, und in diverse Foren neben Hilfe auch sehr viele gute Tipps im Umgang mit Vista finde. Zudem lernt man auf der Suche nach Ersatz seiner alten Software eine Menge neue Software kennen, die es eben auch mal als Freeware gibt, die vielleicht auch unter XP schon sehr hilfreich gewesen wäre. Ich bin die letzten Tage gezeichnet von wenig Schlaf und meiner Goldgräberstimmung!
Kurz: Es hat sich hier etwas verändert. Und zwar schafft Vista augenblicklich den Mythos des "Klicki-Bunti" für den Durchschnittsuser ab. Sicher ist Vista sehr userfreundlich gestaltet, aber gerade durch die wirklich notwendigen Sicherheitsmaßnahmen nichtmehr ganz so komfortabel, wie es vorher unter XP der Fall war. Auch das begeistert mein Linux-Herz, denn hier sehe ich im Verhältnis zu Linux nicht viel neues, sondern endlich Dinge, die dringend notwendig waren. Mit einem ordentlichen Virenscanner ausgerüstet lässt es sich nun auch unter Windows wieder etwas relaxter surfen.
Bunt ist Vista sicherlich. Aber das ist der Zeitgeist, vor dem sich das sonst so farbleere Linux nicht verschließen kann. Auch unter Linux kann man ein wahres Farbenfeuerwerk an Effekten abbrennen, wenn man sich das entsprechend einrichtet. Das Auge isst schließlich mit. Vista hält das sogar einwenig dezenter als es mit Beryl unter Linux machbar ist, was ich persönlich auch nicht schlecht finde. Optisch spricht mich Vista damit voll an.
Somit bietet mir Vista eigentlich viel, was ich auch unter Linux schon gewohnt bin: Bastelarbeit, Sicherheit und Spaß am Rechner. Das muss jetzt nicht für jeden User ein Segen sein, aber damit denke ich, sind hier die Linux-Freunde schon einwenig mehr zuhause, als es unter XP je der Fall war. Und ich denke, dass de Linux-User, der sich gerade in Konfigurationsangelegenheiten über Jahre hinweg in Geduld geübt hat hier deutlich entspannter an die Sache herangeht, als ein "Nur-Windowsnutzer", der eigentlich ein Rundumsorglospaket gewohnt ist. Da sitzt nunmal oft die Schmerzensgrenze tiefer.
So als von Vista angetaner Pinguin kann ich hier zum Schluss dem Windowsverfechter nur einen Tip auf dem Weg geben: Bleibe ruhig und geduldig!
cu
Gargi
PS.: Meinen alten Epson Scanner habe ich unter Vista dennoch zum Laufen gebracht. Ich habe einen 64bit Treiber eines etwas neuerem Model heruntergeladen und dessen inf Datei modifiziert. Der Treiber läuft mit meinem alten Scanner sauber und stressfrei. Selbst ist der Mann! ;)
Als passionierter Computerspieler (hauptsächlich die verpönten "Killerspiele") konnte ich auch hier nie auf ein Windows verzichten, da zuweilen nicht alles unter Linux läuft. So leben Windows und Linux schon seit gut 10 Jahren bei mir auf meinen Rechner nebenher und ich war immer frei, das richtige OS für das gerade benötigte Programm auszuwählen.
Weil ich natürlich auch technikbegeistert bin und mich auch neuen Dingen nur schwer entziehen kann (es sei denn der Geldbeutel untersagt mir irgendwas), konnte ich auch hier nicht lange widerstehen. ICh entschloß mich dann alsbald zum Kauf einer Vista-Ausgabe. Da ich unter Linux auch bald auf die 64bit Plattform umgestiegen bin, musste es natürlich auch unter Vista die harte Tour sein:
Ultimate x64!
Vor ca. 2 Jahren stellte Microsoft eine 64bit Variante seines Windows XP Professional als Testversion zur Verfügung. Für eine kurze Zeit war dies zum Test nutzbar und hier konnte ich einmal in die 64bittige Windowswelt hineinschnuppern.
Wenn ich allerdings meine Erfahrungen von damals in Erinnerung rufe, dann muss ich feststellen, dass sich zu damals nicht viel getan hat. Deja vu!
Es gab damals die eine oder andere Hardware (Scanner, TV-Karte und meinen Palm) für die es keine 64bit Treiber gab. Die gibt es auch heute noch nicht für Vista64 und es bleibt auch anzuzweifeln, dass hier noch 64bit Support kommt. Ähnliches auch, was Software betrifft. Vornehmlich Opensource- Ware wurde schon durch den 64bit Kompiler gejagt, closed Source nicht. Hat der Hersteller auch heute kein Interesse an der 64bit Welt?
So bleibt es dem User auf jeden Fall, hier zu recherchieren. Entweder alte Software durch neue zu ersetzen, oder nach Updates zu forschen, die Vistakompatibilität wiederherstellen. Oftmals wird man auch auf alte gekaufte Software verzichten müssen wie z.B. mein altes MS Office 97. Hier erhalte ich allerdings über das OpenOffice 2.2 eine mindest genauso mächtige Software, wenn nicht sogar noch leistungsfähiger als mein ole Office 97. Alte DVD-Player Software funktioniert bei mir nicht, ebenso wenig wie ältere Nero-Versionen. Aber auch hier sollten Patches helfen.
Mein Linux- Pioniergeist ist nun auch unter Vista voll gefordert. Die Nächte werden für mich im Moment kürzer, weil ich über Suchmaschinen nach Problemlösungen suche, und in diverse Foren neben Hilfe auch sehr viele gute Tipps im Umgang mit Vista finde. Zudem lernt man auf der Suche nach Ersatz seiner alten Software eine Menge neue Software kennen, die es eben auch mal als Freeware gibt, die vielleicht auch unter XP schon sehr hilfreich gewesen wäre. Ich bin die letzten Tage gezeichnet von wenig Schlaf und meiner Goldgräberstimmung!
Kurz: Es hat sich hier etwas verändert. Und zwar schafft Vista augenblicklich den Mythos des "Klicki-Bunti" für den Durchschnittsuser ab. Sicher ist Vista sehr userfreundlich gestaltet, aber gerade durch die wirklich notwendigen Sicherheitsmaßnahmen nichtmehr ganz so komfortabel, wie es vorher unter XP der Fall war. Auch das begeistert mein Linux-Herz, denn hier sehe ich im Verhältnis zu Linux nicht viel neues, sondern endlich Dinge, die dringend notwendig waren. Mit einem ordentlichen Virenscanner ausgerüstet lässt es sich nun auch unter Windows wieder etwas relaxter surfen.
Bunt ist Vista sicherlich. Aber das ist der Zeitgeist, vor dem sich das sonst so farbleere Linux nicht verschließen kann. Auch unter Linux kann man ein wahres Farbenfeuerwerk an Effekten abbrennen, wenn man sich das entsprechend einrichtet. Das Auge isst schließlich mit. Vista hält das sogar einwenig dezenter als es mit Beryl unter Linux machbar ist, was ich persönlich auch nicht schlecht finde. Optisch spricht mich Vista damit voll an.
Somit bietet mir Vista eigentlich viel, was ich auch unter Linux schon gewohnt bin: Bastelarbeit, Sicherheit und Spaß am Rechner. Das muss jetzt nicht für jeden User ein Segen sein, aber damit denke ich, sind hier die Linux-Freunde schon einwenig mehr zuhause, als es unter XP je der Fall war. Und ich denke, dass de Linux-User, der sich gerade in Konfigurationsangelegenheiten über Jahre hinweg in Geduld geübt hat hier deutlich entspannter an die Sache herangeht, als ein "Nur-Windowsnutzer", der eigentlich ein Rundumsorglospaket gewohnt ist. Da sitzt nunmal oft die Schmerzensgrenze tiefer.
So als von Vista angetaner Pinguin kann ich hier zum Schluss dem Windowsverfechter nur einen Tip auf dem Weg geben: Bleibe ruhig und geduldig!
cu
Gargi
PS.: Meinen alten Epson Scanner habe ich unter Vista dennoch zum Laufen gebracht. Ich habe einen 64bit Treiber eines etwas neuerem Model heruntergeladen und dessen inf Datei modifiziert. Der Treiber läuft mit meinem alten Scanner sauber und stressfrei. Selbst ist der Mann! ;)